PAULA-Netzwerk

„Einfach mal machen“

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Mit großer Begeisterung für Technik und viel Leidenschaft für das Unternehmertum gründet die junge Maschinenbauingenieurin Doris Korthaus die

„Korthaus Pumpen Gmbh".

Technik fasziniert Doris Korthaus. Das war schon immer so. „Ich habe schon als Kind gerne Ikea-Schränke zusammengebaut“, berichtet die Maschinenbauingenieurin. Heute ist Doris Korthaus 31 Jahre alt und seit 2021 Inhaberin der „Korthaus Pumpen GmbH“ im kleinen Örtchen Balve. Das Unternehmen steht für nachhaltige und ressourcenschonende Pumpentechnik für die Umwelt- und Entsorgungsindustrie. „Wir stellen, einfach gesagt, Pumpen für alles her, was mit Feststoffen zu tun hat. Wir pumpen also beispielsweise Wasser mit Gras und Sand oder Rückstände aus der Abwasser- oder Lebensmittelindustrie“, so Doris Korthaus. Im Vergleich zu anderen Pumpen-Unternehmen, biete die Korthaus Pumpen GmbH, so die Gründerin, dabei eine Technik an, die drei- bis sechsmal länger hält als andere Techniken und eine höhere Energieeinsparung habe. Schon während ihres Maschinenbau-Studiums fängt die junge Unternehmerin an, diese besondere Technik zu entwickeln: „Ich habe während eines Praktikums in einem Pumpen-Unternehmen an der Ostsee gesehen, wie viele Pumpen nach sehr kurzer Zeit schon nicht mehr funktionsfähig waren. Und so bin ich ziemlich schnell auf den Gedanken gekommen, im Rahmen meiner Abschlussarbeit, eine neue Technik für nachhaltigere Pumpen zu entwickeln.“ Für ihre Erfindungen bekommt Doris Korthaus gleich mehrere Preise verliehen. „Derjenige, der mir damals den Innovationspreis verliehen hat, kam selbst aus dem Pumpen-Bereich und hatte dementsprechend genau verstanden, was ich da eigentlich entwickelt habe und meinte nur zu mir, wenn ich mich damit nicht selbstständig machen würde, wäre das ein großer Fehler“, sagt Doris Korthaus.

Nächster Schritt

So war die Selbstständigkeit für die junge Sauerländerin der nächste logische Schritt in ihrer beruflichen Laufbahn: „Jetzt komme ich aus einer Unternehmer-Familie und bin mit der Firma meines Vaters, „Korthaus Maschinen GmbH“, groß geworden. Deshalb war der Gedanke der Selbstständigkeit nicht ganz so fern wie möglicherweise für andere, die den Schritt aus einer Festanstellung heraus in die Selbstständigkeit wagen“. „Einfach mal machen“ so lautet das Motto der 31-Jährigen. Mittlerweile beschäftigt sie acht Mitarbeitende und drei Freiberufler. Die Büroräume befinden sich in einem 100-Jahre-alten Küsterhaus mitten im Ortskern von Balve. Als Chefin ist es ihr besonders wichtig, dass das Team gut zusammenpasst: „Ich lege viel Wert auf Persönlichkeit und Authentizität, aber auch gegenseitige Wertschätzung und Anerkennung innerhalb des Teams.“ Doch Doris Korthaus ist nicht nur Inhaberin ihrer eigenen Firma, sondern auch Nachfolgerin in zweiter Generation im Familienunternehmen. „Das Familienunternehmen weiter zu führen ist für mich zum einen eine Herzensangelegenheit, aber zum anderen auch wieder ein weiterer logischer Schritt. Denn das Unternehmen ergänzt meine eigene Firma inhaltlich ziemlich gut und so war für mich sofort klar, dass ich auch dieses Unternehmen weiterführen werde.“

Wertvoller Austausch

2021 gründet Doris Korthaus nicht nur ihr eigenes Unternehmen, sondern lernt auch Judith Budde-Renfordt und Jana Lewe bei der Verleihung des Gründespreises kennen: „Damals war das PAULA-Netzwerk noch im Aufbau, aber ich war sofort begeistert von der Idee und bin dann schließlich nach dem ersten Female-Founders-Event auch eine Paula geworden.“ Die positive Energie des Netzwerkes steckt die junge Frau sofort an: „Ich schätze das Netzwerk total für den persönlichen Erfahrungsaustausch. Wir sind alle Unternehmerinnen und stehen häufig vor den gleichen Herausforderungen, da hilft es sehr, wenn man sich untereinander austauschen kann.“ Zu ihren persönlichen Herausforderungen als Unternehmerin gehöre, sich selbst immer treu zu bleiben. „Wir haben in den vergangenen Jahren viele Übernahmeangebote erhalten, aber mein Mitgründer und ich haben uns bewusst dagegen entschieden.“ Es sei wichtig als Unternehmerin, sich immer wieder bewusst zu machen, dass man jede Entscheidung, die man trifft immer auch für andere trifft, so Doris Korthaus. „Das Gefühl der Verantwortung und gewisse Entscheidungen zu treffen, gehören schon zu den größten Herausforderungen der Selbstständigkeit, aber ich habe den Schritt bisher noch nicht bereut.“ Im Gegenteil. Doris Korthaus hat genaue Pläne für die Zukunft: „Wir wollen einer der Qualitätsführer im Pumpenbereich werden und unsere Technik nicht nur immer verbessern, sondern auch dauerhaft weiterentwickeln.“

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