PAULA-Netzwerk

FAQs

Die Entscheidung für eine GmbH und gegen einen Verein hatte mehrere Gründe. Wir sind beide Vollblutunternehmerinnen, wollen schnell entscheiden und scheuen auch nicht die 25.000 € Investition für unser Projekt einzusetzen. Wer einmal an einer Vorstandssitzung eines Vereins teilgenommen hat, weiß, wie zäh Verhandlungen und Prozesse sein können.

Unsere Paulas sind auch Unternehmerinnen, hier hat keine wirklich Zeit und Lust Kassenwart:in oder Schriftführer:in zu werden.

Und zu guter Letzt ist das Paula Netzwerk unsere Idee und die soll auch in unseren Händen bleiben.

Die Rechtsform wird von unseren Mitgliederinnen völlig akzeptiert. Mitbestimmung und Mitgestaltung schließen sich nicht durch die Rechtsform aus. Im Gegenteil, unserer Meinung nach vereinfacht es die Mitgestaltung.

Der Bedarf an einem Frauennetzwerk ist da, das zeigen viele unserer Gespräche mit anderen Unternehmerinnen. Es gibt regional keine Netzwerke, die sich verstärkt dieser Thematik widmen.

Andere Frauen- und auch Wirtschaftsnetzwerke heben hervor, der Gesellschaft etwas zurückgeben zu wollen. Auch wir sind uns als Unternehmerinnen unserer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst, wollen aber verstärkt darauf bauen, die Frauen persönlich und wirtschaftlich zu bestärken. 

Wir stehen in Kontakt mit anderen Organisationen und Netzwerken und freuen uns hier auf einen regen Austausch.

Gleichberechtigung besteht per Gesetz, aber noch lange nicht in der gesellschaftlichen Wahrnehmung. Eine Frau, die ein Unternehmen führt, auf Dienstreise fährt und ihre Kinder eine Woche zuhause bei ihrem Mann lässt, wird immer noch sehr kritisch beäugt. Für Männer sind Dienstreisen bei denen Sie ihre Kinder nicht mitnehmen akzeptiert und üblich.

Frauen haben häufig immer noch Probleme damit sich als starke Frauen zu positionieren – hier fehlt es an Anerkennung für Ihre Leistungen und an Vorbildern auf Augenhöhe. Gerade durch die aktuelle Corona-Pandemie ist auch im Unternehmertum wieder deutlich geworden, dass es zu großen Teilen die Frauen sind, die sich um Homeschooling und Kinderbetreuung kümmern, während die Männer im Homeoffice nicht gestört werden wollen. Solange es diese Diskrepanzen und Ungleichheiten gibt, wird auch ein Frauennetzwerk seine Berechtigung haben.

Das Paula Netzwerk finanziert sich über Mitgliedsbeiträge und Zahlungen von Unterstützern.  Wir verwenden dieses Geld hauptsächlich für die Umsetzung von Veranstaltungen und die Öffentlichkeitsarbeit.

Unsere Mitgliederinnen sollen sich bei unseren Veranstaltungen einbringen und austauschen können. Im Unternehmerinnenalltag haben nur die wenigsten Zeit für solche Veranstaltungen Kuchen zu backen oder Butterbrote zu schmieren.

Die Frauen werden auf unserer Website präsentiert, wir unternehmen einiges im Bereich Social Media und Öffentlichkeitsarbeit. Hier haben wir tatsächlich mit Sabrina Paul schon eine wunderbare Honorarkraft finden können, die uns in unserer Kommunikation unterstützt.

Zukünftig planen wir auch mit größeren Veranstaltungen noch mehr Menschen erreichen zu können. Hierfür möchten wir prominente Frauen, wie bspw. Carolin Kebekus oder Angela Merkel gewinnen.

Wie jedes Unternehmen zahlen wir außerdem Gebühren und Beträge an Versicherungen, Steuerberater, Kammern, Berufsgenossenschaften & Co.

Beides Nein. Wir haben über unsere bestehenden Unternehmen unser Auskommen gesichert und uns den Luxus gegönnt mit dem Paula-Netzwerk dieses völlig idealisierte Projekt zu realisieren.

Solange wir unsere eigentlichen Firmen und das Paula Netzwerk balancieren können, soll das auch so bleiben. Sobald wir an einen Punkt kommen, dass in unseren eigenen Unternehmen Ersatzkräfte für unsere fehlenden Arbeitszeiten eingestellt werden müssen, behalten wir uns vor, uns eine Art Aufwandsentschädigung zu nehmen.

Unsere Paulas können an allen Netzwerk-Veranstaltungen teilnehmen und sich und ihre Betriebe präsentieren. Auf der Website des Paula Netzwerks werden alle Frauen vorgestellt und erhalten auch durch zusätzliche Veröffentlichungen in den sozialen Medien eine höhere Sichtbarkeit.

Die persönliche Bestärkung und viele wertvolle Netzwerkkontakte gibt es on top.

Männliche Mitglieder sind vorerst nicht geplant, weil es einfach nicht unsere Thematik ist. Wir sind überhaupt nicht radikal oder vehement für “Nur Frauen”. Diversität in jeglicher Hinsicht sehen wir als absolute Bereicherung. Daher werden wir Männer langfristig sicher einbeziehen. Derzeit gibt es hier aber keine konkreten Pläne.

Nein. Wir sind für einen gesellschaftlichen Wandel und wollen durch unsere Vorbildposition diesen Wandel vorantreiben. Parität soll unserer Meinung nach auf natürlichem und nicht auf erzwungenem Wege entstehen.

Ja, absolut! Wenn Feministtin bedeutet, dass man sich als starke Frau positioniert und auch für die Rechte und die Sichtbarkeit von Frauen einsteht, dann auf jeden Fall, ja.

Jeder, egal ob männlich oder weiblich, egal ob Firma oder Institution. Ein Netzwerk lebt von seinen Unterstützer:innen. Wir sind nicht parteilich angeschlossen und wollen das auch nicht ändern.

Ja. Unserer Erfahrung nach, tun sich viele Frauen sehr schwer damit, sich selbst zu präsentieren und sich als starke, führende Persönlichkeit zu darzustellen. Ängste unsympathisch oder arrogant zu wirken schwingen immer wieder mit.

Wir haben es uns als Paula Netzwerk zur Aufgabe gemacht die Unternehmerinnen genau darin zu bestärken und die gesamtgesellschaftliche Sichtbarkeit zu verbessern. Zeigt euch Frauen! Präsentiert euch und eure Betriebe! Männer tun das schon seit Jahrhunderten sehr erfolgreich 😉